Der Begriff „nachhaltig“ ist in der Kunstrasenbranche weit verbreitet, kann aber für verschiedene Menschen Unterschiedliches bedeuten. Für die einen geht es um die Lebensdauer des Produkts. Für andere stehen Materialzusammensetzung, Herstellungsprozesse oder Umweltdokumentation im Vordergrund.
Statt sich auf allgemeine Aussagen zu verlassen, ist es oft sinnvoller, die Faktoren zu betrachten, die sich messen, dokumentieren und überprüfen lassen.
Materialzusammensetzung
Eine der ersten Fragen lautet: Woraus besteht das Produkt?
Kunstrasen kann verschiedene Materialien enthalten, darunter Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyamid (PA). Wer die Materialzusammensetzung kennt, versteht besser, wie ein Produkt gestaltet und dokumentiert ist.
Da Materialtransparenz immer wichtiger wird, achten viele Organisationen genauer auf die Komplexität von Produktaufbauten und auf die verfügbaren Informationen über die verwendeten Materialien.
Produktdesign
Designentscheidungen beeinflussen viele Eigenschaften eines Produkts während seiner gesamten Nutzungsdauer.
Fragen wie:
- Wie viele Materialarten werden verwendet?
- Ist die Materialzusammensetzung klar dokumentiert?
- Sind Produktinformationen verfügbar und zugänglich?
- Wie transparent ist der Produktaufbau?
werden für Bauherren, Architekten und Kommunen immer relevanter.
Herstellung und Dokumentation
Herstellungsprozesse unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Kunden suchen zunehmend nach Produkten, die durch anerkannte Unterlagen und unabhängig geprüfte Informationen gestützt werden.
Beispiele dafür sind:
- Ökobilanzen (LCA)
- Umweltproduktdeklarationen (EPD)
- Produktzertifizierungen
- Materialdeklarationen
Diese Instrumente liefern objektive Informationen, die die Bewertung von Produkten unterstützen können.
Produktleistung
Die langfristige Leistung bleibt ein wichtiges Kriterium.
Produkte, die ihre Optik und Funktion über die vorgesehene Nutzungsdauer behalten, müssen unter Umständen seltener ersetzt werden und können Eigentümern und Betreibern langfristig einen höheren Nutzen bieten.
Leistung, Haltbarkeit und Pflegeaufwand sollten deshalb immer zusammen mit den Umweltinformationen betrachtet werden.
Die Rolle von Umweltdaten
Umweltproduktdeklarationen (EPD) werden in Beschaffungs- und Ausschreibungsprozessen immer wichtiger.
Eine EPD stellt Umweltinformationen nach einer standardisierten Methode dar, sodass sich Produkte nach einheitlichen Kriterien bewerten lassen. So können Bauherren und Entscheidungsträger Produkte anhand dokumentierter Informationen statt anhand von Werbeaussagen vergleichen.
Für ONE-DNA™ Produkte lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Ökobilanzen (LCA) und Umweltproduktdeklarationen (EPD) vor; bei den EPDs handelte es sich um MRPI-EPDs aus dem Jahr 2024 (Module A1 bis A3, ehemalige Produktion in Hasselt). Sie boten Zugang zu unabhängig geprüften Umweltdaten.
Über Aussagen hinausblicken
Die wichtigste Frage ist vielleicht nicht, ob ein Produkt als nachhaltig bezeichnet wird, sondern ob sich die Aussagen darüber durch Unterlagen und geprüfte Informationen belegen lassen.
Da sich Vorschriften und Berichtspflichten weiterentwickeln, werden Transparenz, Rückverfolgbarkeit und dokumentierte Produktinformationen immer wichtiger.
Wer sich auf messbare Kriterien statt auf allgemeine Aussagen konzentriert, kann als Bauherr oder Einkäufer fundiertere Entscheidungen bei der Bewertung von Kunstrasenprodukten treffen.
Aktualisierung, Oktober 2026: Dieser Beitrag beschreibt das ONE-DNA™ Sortiment zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, das auf Polyethylen (PE) basierte. ONE-DNA™ umfasst inzwischen auch einen Materialweg mit 100 % PO; siehe Technologie. Die genannten EPDs (MRPI, 2024) decken die Herstellungsphase (A1 bis A3) von Produkten ab, die am ehemaligen Standort Hasselt gefertigt wurden, und stehen nicht für die aktuelle Produktion in Portugal.
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